Vermögenslage

 

Die Bilanzsumme stieg im Vergleich zum 31. Dezember 2013 von 168,5 Mrd. € auf 187,2 Mrd. € an; währungsbereinigt ist ein Anstieg von 12,3 Mrd. € zu verzeichnen. Von der Bilanzsumme entfallen 99,5 (i. V. 89,4) Mrd. € auf Daimler Financial Services; dies entspricht unverändert 53% aller Vermögenswerte im Daimler-Konzern.

Die Ausweitung der Bilanzsumme ist überwiegend auf das gestiegene Finanzdienstleistungsgeschäft, die höheren Vorratsbestände und die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zurückzuführen. Auf der Passivseite sind insbesondere höhere Finanzierungsverbindlichkeiten, übrige finanzielle Verbindlichkeiten sowie Rückstellungen zu verzeichnen. Der Anteil der kurzfristigen Vermögenswerte an der Bilanzsumme liegt mit 42% auf dem Niveau des Vorjahres. Der Anteil der kurzfristigen Schulden an der Bilanzsumme beträgt wie im Vorjahr 35%.

C.10

Verkürzte Konzernbilanz
in Millionen € 30.09.2014 31.12.2013 Veränd. in %
       
Aktiva      
Immaterielle Vermögenswerte 9.255 9.388 -1
Sachanlagen 22.684 21.779 +4
Vermietete Gegenstände und
Forderungen aus Finanzdienstleistungen
89.596 78.930 +14
At-equity bewertete
Finanzinvestitionen
2.235 3.432 -35
Vorräte 21.471 17.349 +24
Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen
8.238 7.803 +6
Zahlungsmittel und
Zahlungsmitteläquivalente
12.610 11.053 +14
Verzinsliche Wertpapiere 6.840 7.066 -3
Übrige finanzielle
Vermögenswerte
7.378 6.241 +18
Sonstige Vermögenswerte 6.892 5.477 +26
Summe Aktiva 187.199 168.518 +11
       
Passiva      
Eigenkapital 45.083 43.363 +4
Rückstellungen 27.116 23.098 +17
Finanzierungsverbindlichkeiten 83.642 77.738 +8
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
11.929 9.086 +31
Übrige finanzielle
Verbindlichkeiten
10.960 8.276 +32
Sonstige Schulden 8.469 6.957 +22
Summe Passiva 187.199 168.518 +11

Die Immateriellen Vermögenswerte in Höhe von 9,3 Mrd. € beinhalten 7,2 (i. V. 7,3) Mrd. € aktivierte Entwicklungskosten und unverändert 0,7 Mrd. € Geschäftswerte. Von den Entwicklungskosten entfiel ein Anteil von 69% auf das Geschäftsfeld Mercedes-Benz Cars und ein Anteil von 23% auf das Geschäftsfeld Daimler Trucks.

Die Investitionen in Sachanlagen lagen über den Abschreibungen; damit stiegen die Sachanlagen auf 22,7 (i. V. 21,8) Mrd. €. In den ersten neun Monaten 2014 wurden insgesamt 3,3 Mrd. € schwerpunktmäßig an deutschen Standorten für den Anlauf neuer Produkte und die Erweiterung der Kapazitäten sowie für Modernisierungsmaßnahmen investiert.

Die Vermieteten Gegenstände und Forderungen aus Finanzdienstleistungen stiegen auf insgesamt 89,6 (i. V. 78,9) Mrd. € an. Der wechselkursbereinigte Anstieg in Höhe von 6,4 Mrd. € war durch das gestiegene Neugeschäft bei Daimler Financial Services bedingt. Das Wachstum spiegelt den erfolgreichen Geschäftsverlauf insbesondere in den USA, Asien und Westeuropa wider. Der Anteil an der Bilanzsumme liegt mit 48% über dem Vorjahresniveau (47%).

Die At-equity bewerteten Finanzinvestitionen in Höhe von 2,2 (i.V. 3,4) Mrd. € umfassen vor allem die Buchwerte der Beteiligungen an Beijing Benz Automotive Co., Ltd. und BAIC Motor Corporation Ltd. im Pkw-Bereich sowie Beijing Foton Daimler Automotive Co., Ltd. und Kamaz OAO für das Lkw-Geschäft. Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr resultiert aus dem Verkauf des 50%-Anteils an dem Gemeinschaftsunternehmen Rolls-Royce Power Systems Holding GmbH an die Rolls-Royce Holdings plc im dritten Quartal 2014.

Die Vorräte stiegen von 17,3 Mrd. € auf 21,5 Mrd. € an; der Anteil an der Bilanzsumme beträgt 11% (i. V. 10%). Der wechselkursbereinigte Anstieg von 3,5 Mrd. € war insbesondere auf den unterjährigen Produktionsverlauf sowie die Einführung neuer Modelle zurückzuführen. Dies führte im Wesentlichen in den Geschäftsfeldern Mercedes-Benz Cars und Daimler Trucks zu gestiegenen Fertigen und Unfertigen Erzeugnissen in Deutschland und den USA.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stiegen um 0,4 Mrd. € auf 8,2 Mrd. € an. 47% der Forderungen entfallen auf das Geschäftsfeld Mercedes-Benz Cars und 32% auf das Geschäftsfeld Daimler Trucks.

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sind gegenüber dem Vorjahr um 1,6 Mrd. € auf 12,6 Mrd. € gestiegen. Der wechselkursbereinigte Anstieg belief sich auf 1,3 Mrd. €.

Der Bestand an Verzinslichen Wertpapieren wurde gegenüber dem 31. Dezember 2013 von 7,1 Mrd. € auf 6,8 Mrd. € reduziert. Er beinhaltet die der Liquidität zugeordneten Schuldtitel, die im Wesentlichen auf einem aktiven Markt gehandelt werden. Die Schuldtitel weisen grundsätzlich ein externes Rating von A oder besser aus.

Die Übrigen finanziellen Vermögenswerte stiegen um 1,1 Mrd. € auf 7,4 Mrd. € an. Der Anstieg ist unter anderem durch die Beteiligung an Tesla begründet, die nach dem Verlust des maßgeblichen Einflusses mit dem beizulegenden Zeitwert auf Basis des Börsenwertes erfasst wird. Darüber hinaus bestehen die übrigen finanziellen Vermögenswerte vor allem aus den Beteiligungen an Renault und Nissan, aus derivativen Finanzinstrumenten sowie Krediten und sonstigen Forderungen an Dritte.

Die Sonstigen Vermögenswerte in Höhe von 6,9 (i. V. 5,5) Mrd. € beinhalten insbesondere latente Steuern sowie Steuererstattungsansprüche. Der Anstieg der latenten Steuern betrifft im Wesentlichen die ergebnisneutralen Effekte aus Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sowie aus derivativen Finanzinstrumenten.

Das Eigenkapital des Konzerns erhöhte sich gegenüber dem 31. Dezember 2013 von 43,4 Mrd. € auf 45,1 Mrd. €. Das den Aktionären zustehende Eigenkapital stieg auf 44,3 (i. V. 42,7) Mrd. €. Das Konzernergebnis in Höhe von 6,1 Mrd. € und positive Effekte aus der Währungsumrechnung in Höhe von 1,6 Mrd. € haben zu einem Anstieg des Eigenkapitals geführt. Die Ausschüttung der Dividende für das Geschäftsjahr 2013 an die Aktionäre der Daimler AG in Höhe von 2,4 Mrd. €, die in den Gewinnrücklagen erfassten versicherungsmathematischen Verluste aus leistungsorientierten Pensionsplänen (2,1 Mrd. €) und die Bewertung der derivativen Finanzinstrumente (1,7 Mrd. €) haben dagegen das Eigenkapital gemindert.

Die Eigenkapitalquote des Konzerns lag mit 24,1% unter dem Niveau des Vorjahres (24,3%); für das Industriegeschäft belief sich die Eigenkapitalquote auf 42,8% (i. V. 43,4%). Diese Entwicklung ist neben den Veränderungen im Eigenkapital durch den Anstieg der Bilanzsumme bedingt. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Eigenkapitalquoten zum Jahresende 2013 um die Dividendenzahlung bereinigt sind.

Die Rückstellungen sind auf 27,1 (i. V. 23,1) Mrd. € gestiegen; der Anteil an der Bilanzsumme liegt mit 14% auf dem Vorjahresniveau. Sie umfassen insbesondere die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen in Höhe von 13,2 (i. V. 9,9) Mrd. €, die im Wesentlichen die Pensionsverpflichtungen als Differenz aus dem Barwert der Pensionsverpflichtungen in Höhe von 27,5 (i. V. 23,2) Mrd. € und dem Marktwert der Fondsvermögen zur Finanzierung dieser Verpflichtungen von 15,4 (i. V. 14,7) Mrd. € enthalten. Darüber hinaus beinhalten die Rückstellungen die Verpflichtungen für Produktgarantien in Höhe von 4,9 (i. V. 4,7) Mrd. €, für den Personal- und Sozialbereich in Höhe von 3,5 (i. V. 3,2) Mrd. € und für Ertragsteuern in Höhe von 1,3 (i. V. 1,3) Mrd. €.

Der Anstieg ist im Wesentlichen auf die deutlich höheren Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen zurückzuführen. Dieser ist durch den Rückgang der Abzinsungsfaktoren vor allem für die inländischen Pläne von 3,4% zum 31. Dezember 2013 auf 2,3% zum 30. September 2014 bedingt.

Die Finanzierungsverbindlichkeiten lagen mit 83,6 Mrd. € über dem Niveau des Vorjahres (77,7 Mrd. €). Neben Effekten aus der Währungsumrechnung in Höhe von 3,1 Mrd. € ist der Anstieg im Wesentlichen auf das wachsende Leasing- und Absatzfinanzierungsgeschäft zurückzuführen. Von den Finanzierungsverbindlichkeiten entfallen 50% auf Anleihen, 26% auf Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, 13% auf Einlagen aus dem Direktbankgeschäft sowie 7% auf Verbindlichkeiten aus ABS-Transaktionen.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich aufgrund des unterjährigen Produktionsverlaufs auf 12,0 (i. V. 9,1) Mrd. € erhöht. 62% der Verbindlichkeiten entfallen auf das Geschäftsfeld Mercedes-Benz Cars und 26% auf das Geschäftsfeld Daimler Trucks.

Die Übrigen finanziellen Verbindlichkeiten liegen bei 11,0 (i. V. 8,3) Mrd. €. Sie umfassen vor allem die Verbindlichkeiten aus Restwertgarantien, Zinsabgrenzungen auf Finanzierungsverbindlichkeiten, erhaltene Kautionen und Verbindlichkeiten aus der Personalabrechnung sowie die derivativen Finanzinstrumente. Der wechselkursbereinigte Anstieg (2,0 Mrd. €) ist im Wesentlichen auf die derivativen Finanzinstrumente zurückzuführen.

Die Sonstigen Schulden in Höhe von 8,5 (i. V. 7,0) Mrd. € beinhalten insbesondere Rechnungsabgrenzungsposten, Steuerverbindlichkeiten und latente Steuern. In der Veränderung sind insbesondere höhere Rechnungsabgrenzungsposten (0,8 Mrd. €) sowie Effekte aus der Währungsumrechnung (0,4 Mrd. €) enthalten.

Weitergehende Informationen zu den bilanzierten Vermögenswerten, dem Eigenkapital und den Schulden des Konzerns können der Konzernbilanz, der Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals sowie den jeweiligen Erläuterungen im Konzernanhang entnommen werden.

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